Hainan - "Hawaii von China"

Nach unserer schwierigen Anreise wachten wir am nächsten Tag auf und schauten voller Vorfreude aus dem Fenster. Leider hatten sich die Gewitterwolken der vergangenen Nacht nicht aufgelöst. Es regnete. 😢
Am Abend hatten wir uns mit unserem Hausherrn für halb neun verabredet, damit er uns den Weg zum Frühstück zeigen kann. Er kam auch pünktlich um halb neun und drückte uns mehrere Plastikschüsseln und Stäbchen in die Hand. Bis ich aus dem Bad kam war er auch schon wieder verschwunden. Dies war also unser Frühstück. Es bestand aus einem gekochten Ei, zwei Pfannkuchen und Reissuppe.

Marcus Gesicht spiegelt wieder, was er von unserem Frühstück hält.

Die Reissuppe ist sehr verbreitet in China und wird eigentlich überall zum Frühstück gegessen. Das an sich wäre ja nicht das Problem, aber sie schmeckt wirklich nach nichts. Keine Gewürze, rein gar nichts. Bäh!

Trotz des Regens ging es für uns an den Strand und sogar ins Wasser. Wir waren ja immerhin schon nass... Den Rest des Tages hofften wir dann, dass das Wetter besser werden würde. Aber es hörte nicht auf zu regnen. Wir ärgerten uns schon überhaupt hier her geflogen zu sein. Aber jetzt waren wir da, also machten wir das Beste draus.

Unser Appartement von außen. Hier von vorne...

...und hier von hinten.

Für den zweiten Tag hatten wir uns einen Roller von unserem Vermieter gemietet. Normalerweise dürfen in China nur Chinesen ein Auto oder ein Motorrad fahren. Daher waren wir schon verwundert, als uns dieses Angebot gemacht wurde. Es zeigte sich, dass es sich um einen Elektroroller handelte und diese gelten in China als Fahrräder, bedürfen also keiner Fahrerlaubnis. Wir waren begeistert und wollte unseren Tag in den umliegenden Bergen verbringen.

Nach einem Viertel der Strecke hatte die Batterie allerdings schon ziemlich viel ihrer Leistung verloren und wir bekamen es ein bisschen mit der Angst zu tun, also drehten wir um. Es zeigte sich, dass dies eine gute Entscheidung war. Die letzten 200 Meter musste Marcus den Roller nämlich schieben. Dieser scheint nicht dafür ausgelegt zu sein, dass 2 westliche Touristen bergauf und bergab damit fahren wollen. Also stellten wir ihn zu Laden erst einmal bei uns in die Küche.

Was sollten wir machen? Das Ding braucht ja Strom...

Tatsächlich lichtete sich die Wolkendecke und nachmittags konnten wir uns sogar an den Strand legen und die Sonne genießen. Dabei haben wir die Sonne so unterschätzt, dass wir uns natürlich einen Sonnenbrand geholt haben. Mist!
Aber die Sonne kam raus und unsere Laune besserte sich.

Wir befinden uns hier ja in einer exklusiveren Touristengegend, daher sind natürlich auch die Restaurants recht teuer. Zumindest im Vergleich zu dem was wir in den letzten Wochen erleben dürften. Daher zog es uns gestern zu einer bekannten Kette, bei der wir wussten was wir bekommen und bei der es vergleichsweise günstiges Essen gibt. 😁

Wir aßen bei "Pizza Hut".

Heute morgen regnete es beim Aufstehen zwar auch, aber es war relativ schnell klar, dass das Wetter heute noch besser werden würde als gestern. Jipieh!
Vormittags gingen wir mit großen Erwartungen in einen Schmetterlingpark. Immerhin eine AAAA Attraktion in China. Also nichts wie hin. Leider haben wir es uns etwas anders vorgestellt und nicht allzu viele Schmetterlinge gesehen.

Hier ein wunderschönes Exemplar, welches Marcus Linse nicht davongeflogen ist.

Anschließend ging es wieder an den Strand und heute Abend tatsächlich noch mal zu "Pizza Hut". 😳😜 Was soll man machen? Immerhin wurden wir richtig satt.

Zu unserem Hotel gehört auch ein privater Strandabschnitt und das hat sich wirklich gelohnt. Zwar hampelte da auch einer mit Pfeife rum, der immer wieder dafür sorgte, dass alle Badegäste in der Absperrung bleiben - wir sind einfach neben der Absperrung ins Wasser gegangen, dann interessierte es ihn nicht mehr - allerdings war es da recht entspannend. Im Gegensatz dazu durfte man am öffentlichen Strandabschnitt nur in einem kleinen Quadrat baden, in welchem sich dann auch gleich alle Chinesen wie die Sardinen in der Dose getummelt haben. Auch hier sorgten gleich mehrere mit Pfeife bewaffnete "Guards" dafür, dass niemand die Absperrung überschwimmt. Verrücktes Volk!

Unser ruhiger, privater Strandabschnitt mit Schirmen und Liegen.

Im Gegensatz dazu der öffentliche Teil. Das Quadrat ist nicht ganz zu gut zu erkennen, aber eigentlich seht ihr den kompletten Bereich.

Nachdem sich heute die Sonne von ihrer ganzen Pracht gezeigt hatte, wurde es ziemlich schnell unglaublich warm bzw. brennend heiß. Dies veranlasste sogar Marcus dazu seinen Hut aus dem Gepäck zu holen und für den Weg zum Strand aufzuziehen. Dieses Bild wollte ich euch nicht vorenthalten. 😊



Morgen geht es für uns zu unserer letzten Station. Wir verlassen China und fliegen nach HongKong. Wir sind schon ziemlich gespannt und freuen uns auf diese leider letzte Station unseres Urlaubs. Wahnsinn, dann sind wirklich schon fast 4 Wochen wieder um.

Bis Bald...